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Archiv der Kategorie: Vorsorge und Prophylaxe
Gute Laune fängt im Mund an
Die richtige Prophylaxe und zahnärztliche Versorgung garantieren ein strahlendes Lächeln
Die Bedeutung einer konsequenten Mundhygiene ist den meisten Bundesbürgern zumindest grundsätzlich bewusst. Zähne putzen, nach Möglichkeit nach jedem Essen, gehört zum Alltag – ebenso eine regelmäßige Kontrolle durch den Zahnarzt.
Wie viel Zahnarztpraxen aber noch leisten können, übersehen viele Patienten. Dabei gehören Zähne und Mundhöhle, die mehr Pflege erfahren, als eine Minimalversorgung umfasst, zu den wichtigsten Bausteinen von Gesundheit und Wellness.
Die herkömmliche Zahnpflege mit Zahnbürste und Zahnpasta bietet eine gute Basis für den Erhalt der Zähne. Bei der täglichen Reinigung können hartnäckige Verfärbungen und Verunreinigungen allerdings nicht zu 100 Prozent entfernt werden.
Bei einer professionellen Zahnreinigung werden auch die Partien im Mund gereinigt, die man allein nur schlecht oder gar nicht erreicht. Zahnstein kann so gründlich entfernt werden, die Zähne werden geglättet und gestärkt. Sie erstrahlen wieder in einem helleren Weiß. Auch Kronen und Brücken profitieren von der professionell durchgeführten Reinigung. Ihre Lebensdauer kann bei regelmäßiger Pflege um Jahrzehnte verlängert werden. Das Risiko für Erkrankungen der Zähne wird deutlich gesenkt.
Wer ein Übriges tun möchte, weil er oder sie die Zähne auch als Schmuck ansieht, kann in der Zahnarztpraxis noch weitergehende Unterstützung erhalten. Bleaching und Veneers sind zwei bewährte Wege, um die Zähne auch optisch in Bestform zu bringen. Während beim Bleaching eingelagerte Farbpigmente im Zahnschmelz chemisch gebleicht werden, sind Veneers Blenden, die wie ein Furnier (engl: veneer) auf die Zähne aufgebracht werden. Bleaching ist die augenblicklich verbreitetere, da unkompliziertere Lösung. Im Unterschied zu Veneers muss ein Bleaching allerdings nach einiger Zeit, im Regelfall nach zwei oder drei Jahren, aufgefrischt werden. Dafür können mit Veneers auch Unregelmäßigkeiten der Zähne, etwa Lücken oder Fehlstellungen, kaschiert werden.
Die Krone zum Mitnehmen
Besonders bei wiederkehrenden Zahnschädigungen kann eine Krone die dauerhafteste Versorgung darstellen. In vielen Fällen können Zahnarztpraxen Kronen aus Keramik nach dem CEREC-Verfahren selbst herstellen. Ein 3D-Printer erstellt nach einer Computervermessung exakt passende Inlays, Onlays, Kronen oder Veneers, die vom Zahnarzt nur geringe Nachbearbeitung erfordern. Das Verfahren erspart dem Patienten das Tragen von Provisorien.
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Welche Vorsorge beim Frauenarzt?
Selbstzahlerleistungen können nützlich sein – aber es müssen die richtigen sein
Der Besuch bei der Gynäkologin oder dem Gynäkologen gehört für die meisten Frauen schon in jungen Jahren zur Routine. Aber der Grund der Untersuchung verändert sich mit den Jahren. Ist es zunächst der Wunsch nach Verhütung oder Familienplanung, kommt bald die Frage der Vorsorge hinzu. Besonders Frauenärzte haben ein umfangreiches Vorsorgeprogramm, das in vielen Fällen eine Selbstzahlerleistung, also eine sogenannte Individuelle Gesundheitsleistung – kurz IGeL – ist. Je nach Alter und Gesundheitsstatus empfehlen sich unterschiedliche Leistungen. Es lohnt sich, bei der Gynäkologin oder dem Gynäkologen nachzufragen, denn selbst wenn diese IGel-Leistungen einen kleinen Betrag kosten, bleibt die eigene Gesundheit doch ein unbezahlbarer Wert.
Patientinnen stellen sich die Frage, welche dieser Leistungen sinnvoll oder gar notwendig sind. Tatsächlich lässt sich keine pauschale Aussage über die Notwendigkeit der einzelnen Untersuchungen treffen.
Beispielsweise Chlamydien: Dieser Urintest auf eine Infektion ist primär für junge Frauen mit wechselnden Sexualpartnern anzuraten. Ähnlich sieht es mit sexuell übertragbaren Erkrankungen wie HIV, Syphilis oder Gonorrhoe aus. Hier sollte jede Patientin ihr eigenes Risiko bedenken. Beim ThinPrep-Test entnimmt der Arzt zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs Zellmaterial. Der Berufsverband der Frauenärzte empfiehlt diesen Test nicht ausdrücklich. Auch der Test auf Huma-ne Papillomviren (HPV) hat nur im Hinblick auf die sexuelle Aktivität Sinn. Denn bei einem negativen HPV-Test kann eine Erkrankung des Gebärmutterhalses trotzdem nicht ganz ausgeschlossen werden.
Eine Ultraschall-Untersuchung der Eierstöcke ist ohne konkreten Verdacht nicht zwingend notwendig, wie Christian Weymayr, Projektleiter des IGeL-Monitors (www.igel-monitor.de), sagt. Eierstockkrebs, auch Ovarialkarzinom genannt, ist die fünfthäufigste Krebstodesursache bei Frauen. Zur Früherkennung wird von den gesetzlichen Krankenkassen ein jährliches Abtasten ab dem 20. Lebensjahr bezahlt.
Der Ultraschall der Brust hingegen ist besonders für Frauen mit hoher Gewebedichte eine sinnvolle Ergänzung zur Mammografie.
Aktuelle Infos zum Inhalt und Nutzen der IGeL-Leistungen finden Patienten online unter www.igel-monitor.de und in einer kostenlosen Broschüre mit Checkliste der Bundesärztekammer: www.bundesaerztekammer.de
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Zahngesundheit im Blickpunkt
Eigentlich wirken sie so stabil: Zähne sind knochenhart, bei guter Pflege hell und glänzend … man staunt, dass diese robusten Körperteile so empfindlich sind. Aber wohl fast jeder Mensch weiß, wie unerträglich Zahnschmerzen sein können.
Die häufigste Ursache für Zahnschmerzen ist Karies. Dabei haben sich Bakterien durch den Zahnschmelz gefressen. Diese Löcher müssen gefüllt werden, da die Karies sonst um sich greift. Wenn dies zu spät oder gar nicht behandelt wird, können sich die Bakterien bis zum Nerv ausbreiten und es kommt zu einer Zahnwurzelentzündung, die noch deutlich schmerzhafter ist.
Neben den eigentlichen Beschwerden an den Zähnen werden auch Entzündungen des Zahnfleisches oder von Ähnlichem oft unter den Begriff gefasst – besonders, weil die Ursachen der Schmerzen nicht immer klar voneinander zu trennen sind.
Der Grund sind die empfindlichen Nervenstränge, die vom Kiefer durch die Zahnwurzel verlaufen. Reize können durch mechanische Belastung, also Druck, Wärme oder chemische Reaktionen entstehen. Wenn dann der umgebende Zahn, etwa durch eine Karies oder offenliegende Zahnhälse, eine schwache Barriere zu äußeren Einflüssen bildet, reagiert der Nerv mit Schmerzen.
Hausmittel helfen bei Zahnschmerzen wenig. Auf Nelken zu beißen, kann kurzfristige Linderung bringen, eine Schmerztablette ebenso – aber das grundlegende Problem wird dadurch nicht gelöst. Damit der Zahn wieder schmerzfrei belastet werden kann, muss er von einer Zahnärztin oder einem Zahnarzt versorgt werden. Diese Versorgung kann sowohl die Versorgung von kariösen Stellen, also „Löchern“, betreffen, als auch eine Parodontitis-Behandlung und Zahnersatz wie Kronen, Brücken oder Implantate. In einigen Fällen, etwa bei nächtlichem Zähneknirschen, ist auch eine Aufbissschiene ein Weg, um dem Zahnschmerz entgegenzuwirken.
Die Zahnärzte sind vor allen Dingen durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Prophylaxe das beste Schmerzmittel. Wer die regelmäßige Zahnpflege daheim durch Kontrolle und eine professionelle Zahnreinigung ergänzt, schafft die beste Grundlage, damit es gar nicht zu Zahnschmerzen kommt.
Um die Patienten für das Thema zu sensibilisieren, wird alljährlich am 9. Februar der Tag der Zahnschmerzen ausgerichtet. Er findet am Todestag der Heiligen Apollonia, der Schutzpatronin der Zahnärzte, statt.
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Leben mit Darmkrebs
Gesunde und abwechslungsreiche Ernährung ist wichtig für die Darmgesundheit
Rund 60.000 Deutsche trifft alljährlich die Diagnose „Darmkrebs“. Neben den über 70-Jährigen, die rund 50 Prozent der Fälle darstellen, trifft es auch junge Menschen. Männer und Frauen, Sportler und Bewegungsmuffel erkranken an einem Tumor zwischen Dünn- und Enddarm. Krankenkassen, Ärzte, Sozialverbände und Politiker empfehlen daher die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung, die ab dem 50. Lebensjahr in Form von Stuhluntersuchungen und ab dem 55. Lebensjahr durch regelmäßige Darmspiegelungen erfolgen sollte.
Das erfreuliche Resultat sind Erkrankungen, die früh erkannt werden und gut therapierbar sind, sodass die Überlebensquote von Darmkrebspatienten immer weiter steigt. Die Sterberaten sind in den letzten zehn Jahren um mehr als 20 Prozent gesunken.
Dabei darf nicht verschwiegen werden, dass eine Darmkrebsoperation und eine Chemotherapie eine hohe Belastung darstellen und viele Umstellungen im Alltag nach sich ziehen. Vor allen Dingen ein künstlicher Darmausgang bedeutet einen großen Einschnitt im Leben. Praktische Hilfestellung gibt es für Betroffene in Sanitätshäusern, die zum richtigen Umgang beraten.
Gesunde Ernährung, die auch ohne Erkrankung für die Darmgesundheit wichtig ist, weil sie wenig Fett und viele Ballaststoffe enthält, wird nach einer Erkrankung noch wichtiger. Wie Gesunde sollten Patienten sich möglichst abwechslungsreich ernähren: mit viel Obst und Gemüse, mit Getreideprodukten und Hülsenfrüchten, aber mit wenig Fleischprodukten und Fett. Auch Alkohol sollte man nur in Maßen konsumieren. Eine Orientierung bieten die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Eine weitere Empfehlung der Fachleute: Als Darmkrebspatient sollte man ein möglichst normales Gewicht anstreben. Wer Übergewicht hat, sollte auf eine weniger energiereiche, kalorienärmere Ernährung und mehr Bewegung achten. Beispielsweise unter www.krebshilfe.de finden sich umfassende Informationen rund um das Thema Sport mit Darmkrebs.
Hilfe für Stoma-Patienten
Ein künstlicher Darmausgang (Stoma) bedeutet für die Betroffenen einen großen Lebenseinschnitt und viele Umstellungen. Aber sie sind nicht allein, denn rund 100.000 Menschen leben in Deutschland mit einem Stoma.
Infos für sie und ihre Angehörigen gibt es online etwa unter www.ilco.de/stoma oder www.stoma-welt.de und www.selbsthilfe-stoma-welt.de
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Lieber abtasten als wegschauen
Im Brustkrebsmonat Oktober dreht sich alles um Vorsorge und Früherkennung
Alljährlich erkranken in Deutschland knapp 70.000 Frauen an Brustkrebs. Er ist nach wie vor die verbreitetste Krebserkrankung und eine der häufigsten Todesursachen von Frauen. Trotzdem beträgt die Überlebensrate bei Brustkrebs 82 Prozent, bezogen auf 10 Jahre. Umso wichtiger sind Vorsorge und frühzeitige Behandlung.
Grundsätzlich gilt: Das Instrumentarium der Vorsorgeuntersuchungen sollte jede Frau in Anspruch nehmen. Diese Untersuchungen reichen von der eigenständigen Abtastung der Brust über Ultraschalluntersuchungen beim Facharzt bis hin zu Mammografien. Aber wann ist welche Untersuchung die richtige – und wie taste ich meine Brust eigentlich vollständig ab?
Ärzte empfehlen bereits ab einem Alter von 30 Jahren eine jährliche Brustuntersuchung – diese wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren erhalten regelmäßig eine Einladung zur Mammographie.
Empfehlenswert ist, die Brust einmal im Monat abzutasten – am besten eine Woche nach der Periode, da dann die Brust besonders weich ist. Führen Sie die Selbstuntersuchung regelmäßig durch, so erkennen Sie mögliche Veränderungen.
Stellen Sie sich mit herunterhängenden Armen vor den Spiegel: Haben sich Größe, Form oder Haut der Brüste verändert?
Heben Sie die Arme an. Bewegen sich die Brüste ganz natürlich mit nach oben? Betrachten Sie sie von vorn und von der Seite: Sehen Sie Hautfalten oder Auffälligkeiten der Haut?
Drücken Sie die Brustwarzen vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger. Wenn Flüssigkeit austritt, achten Sie auch auf die Farbe. Wer genau beobachtet, kann dem Arzt wichtige Hinweise geben.
Tasten Sie mit den Fingern der flachen Hand jeweils ein Viertel der Brust im Uhrzeigersinn ab. Achten Sie auf Knoten oder empfindliche Stellen. Um in der Tiefe zu tasten, müssen Sie richtig drücken. Prüfen Sie auch den Brustmuskel und die Achselhöhlen auf mögliche Knoten.
Alles zur Vorsorge
Die pinkfarbene Schleife steht weltweit als Symbol für Kampagnen und Aktivitäten gegen Brustkrebs:
www.pinkribbon-deutschland.de
Wie Frauen ihre Brust richtig selbst abtasten, zeigt Box-Weltmeisterin Regina Halmich unter
www.pinkribbon-deutschland.de/mitmachen/hinfuehlen-statt-wegsehen.html
Eine Video-Anleitung gibt es im YouTube-Kanal des St.-Antonius-Hospitals: www.youtu.be/T9H5Kju_Vgg
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