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Dr. phil. Christoph Achterberg
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Leben mit Darmkrebs

Gesunde und abwechslungsreiche Ernährung ist wichtig für die Darmgesundheit

Rund 60.000 Deutsche trifft alljährlich die Diagnose „Darmkrebs“. Neben den über 70-Jährigen, die rund 50 Prozent der Fälle darstellen, trifft es auch junge Menschen. Männer und Frauen, Sportler und Bewegungsmuffel erkranken an einem Tumor zwischen Dünn- und Enddarm. Krankenkassen, Ärzte, Sozialverbände und Politiker empfehlen daher die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung, die ab dem 50. Lebensjahr in Form von Stuhluntersuchungen und ab dem 55. Lebensjahr durch regelmäßige Darmspiegelungen erfolgen sollte.

Das erfreuliche Resultat sind Erkrankungen, die früh erkannt werden und gut therapierbar sind, sodass die Überlebensquote von Darmkrebspatienten immer weiter steigt. Die Sterberaten sind in den letzten zehn Jahren um mehr als 20 Prozent gesunken.

Dabei darf nicht verschwiegen werden, dass eine Darmkrebsoperation und eine Chemotherapie eine hohe Belastung darstellen und viele Umstellungen im Alltag nach sich ziehen. Vor allen Dingen ein künstlicher Darmausgang bedeutet einen großen Einschnitt im Leben. Praktische Hilfestellung gibt es für Betroffene in Sanitätshäusern, die zum richtigen Umgang beraten.

Gesunde Ernährung, die auch ohne Erkrankung für die Darmgesundheit wichtig ist, weil sie wenig Fett und viele Ballaststoffe enthält, wird nach einer Erkrankung noch wichtiger. Wie Gesunde sollten Patienten sich möglichst abwechslungsreich ernähren: mit viel Obst und Gemüse, mit Getreideprodukten und Hülsenfrüchten, aber mit wenig Fleischprodukten und Fett. Auch Alkohol sollte man nur in Maßen konsumieren. Eine Orientierung bieten die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Eine weitere Empfehlung der Fachleute: Als Darmkrebspatient sollte man ein möglichst normales Gewicht anstreben. Wer Übergewicht hat, sollte auf eine weniger energiereiche, kalorienärmere Ernährung und mehr Bewegung achten. Beispielsweise unter www.krebshilfe.de finden sich umfassende Informationen rund um das Thema Sport mit Darmkrebs.

Hilfe für Stoma-Patienten

Ein künstlicher Darmausgang (Stoma) bedeutet für die Betroffenen einen großen Lebenseinschnitt und viele Umstellungen. Aber sie sind nicht allein, denn rund 100.000 Menschen leben in Deutschland mit einem Stoma.
Infos für sie und ihre Angehörigen gibt es online etwa unter www.ilco.de/stoma oder www.stoma-welt.de und www.selbsthilfe-stoma-welt.de

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Lieber abtasten als wegschauen

Im Brustkrebsmonat Oktober dreht sich alles um Vorsorge und Früherkennung

Alljährlich erkranken in Deutschland knapp 70.000 Frauen an Brustkrebs. Er ist nach wie vor die verbreitetste Krebserkrankung und eine der häufigsten Todesursachen von Frauen. Trotzdem beträgt die Überlebensrate bei Brustkrebs 82 Prozent, bezogen auf 10 Jahre. Umso wichtiger sind Vorsorge und frühzeitige Behandlung.

Grundsätzlich gilt: Das Instrumentarium der Vorsorgeuntersuchungen sollte jede Frau in Anspruch nehmen. Diese Untersuchungen reichen von der eigenständigen Abtastung der Brust über Ultraschalluntersuchungen beim Facharzt bis hin zu Mammografien. Aber wann ist welche Untersuchung die richtige – und wie taste ich meine Brust eigentlich vollständig ab?

Ärzte empfehlen bereits ab einem Alter von 30 Jahren eine jährliche Brustuntersuchung – diese wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren erhalten regelmäßig eine Einladung zur Mammographie.

Empfehlenswert ist, die Brust einmal im Monat abzutasten – am besten eine Woche nach der Periode, da dann die Brust besonders weich ist. Führen Sie die Selbstuntersuchung regelmäßig durch, so erkennen Sie mögliche Veränderungen.

Stellen Sie sich mit herunterhängenden Armen vor den Spiegel: Haben sich Größe, Form oder Haut der Brüste verändert?

Heben Sie die Arme an. Bewegen sich die Brüste ganz natürlich mit nach oben? Betrachten Sie sie von vorn und von der Seite: Sehen Sie Hautfalten oder Auffälligkeiten der Haut?

Drücken Sie die Brustwarzen vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger. Wenn Flüssigkeit austritt, achten Sie auch auf die Farbe. Wer genau beobachtet, kann dem Arzt wichtige Hinweise geben.

Tasten Sie mit den Fingern der flachen Hand jeweils ein Viertel der Brust im Uhrzeigersinn ab. Achten Sie auf Knoten oder empfindliche Stellen. Um in der Tiefe zu tasten, müssen Sie richtig drücken. Prüfen  Sie auch den Brustmuskel und die Achselhöhlen auf mögliche Knoten.

Alles zur Vorsorge

Die pinkfarbene Schleife steht weltweit als Symbol für Kampagnen und Aktivitäten gegen Brustkrebs:
www.pinkribbon-deutschland.de

Wie Frauen ihre Brust richtig selbst abtasten, zeigt Box-Weltmeisterin Regina Halmich unter
www.pinkribbon-deutschland.de/mitmachen/hinfuehlen-statt-wegsehen.html

Eine Video-Anleitung gibt es im YouTube-Kanal des St.-Antonius-Hospitals: www.youtu.be/T9H5Kju_Vgg

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