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Archiv der Kategorie: Schmerztherapie
Ausdauer lohnt sich
Chronische Beschwerden können durch gezieltes Training gelindert werden
Keine Erkrankung oder Verletzung ist schön. Wenn aber an ihrem Ende eine Heilung steht, können Patienten auf die Zukunft bauen und anschließend ein vollkommen unbeeinträchtigtes Leben führen. Was aber ist, wenn eine Erkrankung andauernd und chronisch wird, im schlimmsten Fall sogar lebensverkürzend wirkt?
Dann ist Resignation der falsche Weg. Denn damit werden Symptome nicht gelindert, sondern häufig verstärkt und die Lebensqualität noch weiter eingeschränkt. Es ist oft eine große Überwindung, selbst tätig zu werden – aber es lohnt sich.
Zu den verbreitetsten Erkrankungen in Deutschland gehört der Bluthochdruck. Zwar wird er vom Gesetzgeber nicht als chronische Erkrankung eingestuft, Ärzte und Experten der deutschen Hochdruckliga fordern allerdings genau dieses. Gegenwärtig sind 20 bis 30 Millionen Menschen in Deutschland von Bluthochdruck betroffen. Er belastet auf Dauer viele lebenswichtige Organe. Daher ist Bluthochdruck eine führende Ursache von Herz- und Kreislaufkrankheiten, vor allem Herzinfarkt und Schlaganfall. Bluthochdruckpatienten kann medikamentös geholfen werden – eine hohe Bedeutung kommt aber auch einer Veränderung der Lebensweise zu. Übergewicht abbauen, die Ernährung umstellen … aber vor allen Dingen regelmäßige Bewegung und Ausdauersport haben sich als hilfreich erwiesen.
Auch Schmerzpatienten haben oft, etwa bei Fibromyalgie, eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems. Betroffene klagen über andauernde oder immer wiederkehrende Schmerzen an Muskeln und Sehnen. Begleitsymptome sind Schlafstörungen und Müdigkeit am Tag, Konzentrationsprobleme und Motivationsschwäche. Eine Therapie mit Aussicht auf Heilung oder grundlegende Linderung der Symptome ist bislang nicht möglich.
Ein angepasstes Training, das Schritt für Schritt in seiner Intensität gesteigert wird, kann zu einer Reduzierung des Schmerzes und Senkung des Blutdrucks beitragen. Vor allem schonende Ausdauersportarten wie Walking, Radfahren, Schwimmen oder Aquajogging empfehlen sich.
Richtig starten
Wer untrainiert losläuft, -fährt oder -schwimmt, kann seinen Körper falsch belasten. Besprechen Sie sich vor dem ersten Training unbedingt mit Ihrem Hausarzt und bei Bedarf mit Ihrem Schmerztherapeuten und einem Orthopäden.
www.hochdruckliga.de
www.fibromyalgie-fms.de
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Was tun bei Schmerzen in den Händen?
Therapie für zupackende Charaktere
Haben Sie sich einmal vergegenwärtigt, wie viele Tätigkeiten Sie jeden Tag mit Ihren Händen verrichten? Sie stellen den Wecker aus, schieben die Bettdecke beiseite, öffnen die Schlafzimmertür, halten die Zahnbürste, die Kaffeetasse, das Frühstücksbrötchen und die Zeitung … und das alles nur in der ersten halben Stunde des Tages. Wenn die Hände aber nur eingeschränkt oder gar nicht ihre Arbeit verrichten können oder Schmerzen bereiten, sind wir enorm eingeschränkt.
Hände sind komplex aufgebaute Körperteile, die grundsätzlich erstaunlich widerstandsfähig sind. Sie können bis ins hohe Alter problemlos funktionieren – es sei denn, es entstehen Probleme an den Gelenken oder Sehnen. Ein Karpaltunnelsyndrom oder eine Arthrose können – je nach Ausprägung – Bewegungen erschweren oder sogar ganz unmöglich machen.
Verschiedene therapeutische Maßnahmen bieten sich den Patienten an. Zur Handtherapie gehören beispielsweise Schienenbehandlung, Manuelle Therapie, Sensibilitätstraining und Bewegungsübungen.
Karpaltunnelsyndrom
Im Handgelenk läuft der Mittelnerv der Hand (Nervus medianus) durch eine tunnelartige Röhre, den Karpaltunnel. Gerät er an diesem Engpass unter Druck, zum Beispiel durch entzündete und angeschwollene Fingersehnen, entsteht das Karpaltunnelsyndrom. Typische Merkmale sind eingeschlafene Hände und nadelstichartige Schmerzen an Daumen bis Mittelfinger. Die Behandlung richtet sich nach dem Grad der Beschwerden. Häufig hilft bereits eine Armschiene, die nachts angelegt wird. Sind die Sehnen angeschwollen, kann versuchsweise Kortison in den Karpaltunnel gespritzt werden. Ärzte empfehlen eine sogenannte Dekompressions-Operation in der Regel erst, wenn Maßnahmen wie Armschiene und Kortison nicht helfen.
Arthrose
Bei einer Arthrose kommt es zum schrittweisen Gelenkverschleiß. Ausgangspunkt ist ein Defekt im schützenden Knorpel des Gelenks, der dann zu Gelenkschmerzen, Schwellungen, Funktionseinschränkungen und der Zerstörung der Gelenkkontur führen kann. Bei akuten Schmerzen können schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente sinnvoll sein. Welche Präparate geeignet sind und wie sie angewendet werden, sollte mit dem Arzt besprochen werden. Eine Operation sollte nur dann in Erwägung gezogen werden, wenn andere Therapien nicht mehr ausreichend helfen. Welche Behandlung am besten geeignet ist, richtet sich unter anderem danach, welche Gelenke in der Hand betroffen sind.
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