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Dr. phil. Christoph Achterberg
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Welche Vorsorge beim Frauenarzt?

Selbstzahlerleistungen können nützlich sein – aber es müssen die richtigen sein

Der Besuch bei der Gynäkologin oder dem Gynäkologen gehört für die meisten Frauen schon in jungen Jahren zur Routine. Aber der Grund der Untersuchung verändert sich mit den Jahren. Ist es zunächst der Wunsch nach Verhütung oder Familienplanung, kommt bald die Frage der Vorsorge hinzu. Besonders Frauenärzte haben ein umfangreiches Vorsorgeprogramm, das in vielen Fällen eine Selbstzahlerleistung, also eine sogenannte Individuelle Gesundheitsleistung – kurz IGeL – ist. Je nach Alter und Gesundheitsstatus empfehlen sich unterschiedliche Leistungen. Es lohnt sich, bei der Gynäkologin oder dem Gynäkologen nachzufragen, denn selbst wenn diese IGel-Leistungen einen kleinen Betrag kosten, bleibt die eigene Gesundheit doch ein unbezahlbarer Wert.

Patientinnen stellen sich die Frage, welche dieser Leistungen sinnvoll oder gar notwendig sind. Tatsächlich lässt sich keine pauschale Aussage über die Notwendigkeit der einzelnen Untersuchungen treffen.

Beispielsweise Chlamydien: Dieser Urintest auf eine Infektion ist primär für junge Frauen mit wechselnden Sexualpartnern anzuraten. Ähnlich sieht es mit sexuell übertragbaren Erkrankungen wie HIV, Syphilis oder Gonorrhoe aus. Hier sollte jede Patientin ihr eigenes Risiko bedenken. Beim ThinPrep-Test entnimmt der Arzt zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs Zellmaterial. Der Berufsverband der Frauenärzte empfiehlt diesen Test nicht ausdrücklich. Auch der Test auf Huma-ne Papillomviren (HPV) hat nur im Hinblick auf die sexuelle Aktivität Sinn. Denn bei einem negativen HPV-Test kann eine Erkrankung des Gebärmutterhalses trotzdem nicht ganz ausgeschlossen werden.

Eine Ultraschall-Untersuchung der Eierstöcke ist ohne konkreten Verdacht nicht zwingend notwendig, wie Christian Weymayr, Projektleiter des IGeL-Monitors (www.igel-monitor.de), sagt. Eierstockkrebs, auch Ovarialkarzinom genannt, ist die fünfthäufigste Krebstodesursache bei Frauen. Zur Früherkennung wird von den gesetzlichen Krankenkassen ein jährliches Abtasten ab dem 20. Lebensjahr bezahlt.

Der Ultraschall der Brust hingegen ist besonders für Frauen mit hoher Gewebedichte eine sinnvolle Ergänzung zur Mammografie.

Aktuelle Infos zum Inhalt und Nutzen der IGeL-Leistungen finden Patienten online unter www.igel-monitor.de und in einer kostenlosen Broschüre mit Checkliste der Bundesärztekammer: www.bundesaerztekammer.de

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Lieber abtasten als wegschauen

Im Brustkrebsmonat Oktober dreht sich alles um Vorsorge und Früherkennung

Alljährlich erkranken in Deutschland knapp 70.000 Frauen an Brustkrebs. Er ist nach wie vor die verbreitetste Krebserkrankung und eine der häufigsten Todesursachen von Frauen. Trotzdem beträgt die Überlebensrate bei Brustkrebs 82 Prozent, bezogen auf 10 Jahre. Umso wichtiger sind Vorsorge und frühzeitige Behandlung.

Grundsätzlich gilt: Das Instrumentarium der Vorsorgeuntersuchungen sollte jede Frau in Anspruch nehmen. Diese Untersuchungen reichen von der eigenständigen Abtastung der Brust über Ultraschalluntersuchungen beim Facharzt bis hin zu Mammografien. Aber wann ist welche Untersuchung die richtige – und wie taste ich meine Brust eigentlich vollständig ab?

Ärzte empfehlen bereits ab einem Alter von 30 Jahren eine jährliche Brustuntersuchung – diese wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren erhalten regelmäßig eine Einladung zur Mammographie.

Empfehlenswert ist, die Brust einmal im Monat abzutasten – am besten eine Woche nach der Periode, da dann die Brust besonders weich ist. Führen Sie die Selbstuntersuchung regelmäßig durch, so erkennen Sie mögliche Veränderungen.

Stellen Sie sich mit herunterhängenden Armen vor den Spiegel: Haben sich Größe, Form oder Haut der Brüste verändert?

Heben Sie die Arme an. Bewegen sich die Brüste ganz natürlich mit nach oben? Betrachten Sie sie von vorn und von der Seite: Sehen Sie Hautfalten oder Auffälligkeiten der Haut?

Drücken Sie die Brustwarzen vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger. Wenn Flüssigkeit austritt, achten Sie auch auf die Farbe. Wer genau beobachtet, kann dem Arzt wichtige Hinweise geben.

Tasten Sie mit den Fingern der flachen Hand jeweils ein Viertel der Brust im Uhrzeigersinn ab. Achten Sie auf Knoten oder empfindliche Stellen. Um in der Tiefe zu tasten, müssen Sie richtig drücken. Prüfen  Sie auch den Brustmuskel und die Achselhöhlen auf mögliche Knoten.

Alles zur Vorsorge

Die pinkfarbene Schleife steht weltweit als Symbol für Kampagnen und Aktivitäten gegen Brustkrebs:
www.pinkribbon-deutschland.de

Wie Frauen ihre Brust richtig selbst abtasten, zeigt Box-Weltmeisterin Regina Halmich unter
www.pinkribbon-deutschland.de/mitmachen/hinfuehlen-statt-wegsehen.html

Eine Video-Anleitung gibt es im YouTube-Kanal des St.-Antonius-Hospitals: www.youtu.be/T9H5Kju_Vgg

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