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Welche Vorsorge beim Frauenarzt?

Selbstzahlerleistungen können nützlich sein – aber es müssen die richtigen sein

Der Besuch bei der Gynäkologin oder dem Gynäkologen gehört für die meisten Frauen schon in jungen Jahren zur Routine. Aber der Grund der Untersuchung verändert sich mit den Jahren. Ist es zunächst der Wunsch nach Verhütung oder Familienplanung, kommt bald die Frage der Vorsorge hinzu. Besonders Frauenärzte haben ein umfangreiches Vorsorgeprogramm, das in vielen Fällen eine Selbstzahlerleistung, also eine sogenannte Individuelle Gesundheitsleistung – kurz IGeL – ist. Je nach Alter und Gesundheitsstatus empfehlen sich unterschiedliche Leistungen. Es lohnt sich, bei der Gynäkologin oder dem Gynäkologen nachzufragen, denn selbst wenn diese IGel-Leistungen einen kleinen Betrag kosten, bleibt die eigene Gesundheit doch ein unbezahlbarer Wert.

Patientinnen stellen sich die Frage, welche dieser Leistungen sinnvoll oder gar notwendig sind. Tatsächlich lässt sich keine pauschale Aussage über die Notwendigkeit der einzelnen Untersuchungen treffen.

Beispielsweise Chlamydien: Dieser Urintest auf eine Infektion ist primär für junge Frauen mit wechselnden Sexualpartnern anzuraten. Ähnlich sieht es mit sexuell übertragbaren Erkrankungen wie HIV, Syphilis oder Gonorrhoe aus. Hier sollte jede Patientin ihr eigenes Risiko bedenken. Beim ThinPrep-Test entnimmt der Arzt zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs Zellmaterial. Der Berufsverband der Frauenärzte empfiehlt diesen Test nicht ausdrücklich. Auch der Test auf Huma-ne Papillomviren (HPV) hat nur im Hinblick auf die sexuelle Aktivität Sinn. Denn bei einem negativen HPV-Test kann eine Erkrankung des Gebärmutterhalses trotzdem nicht ganz ausgeschlossen werden.

Eine Ultraschall-Untersuchung der Eierstöcke ist ohne konkreten Verdacht nicht zwingend notwendig, wie Christian Weymayr, Projektleiter des IGeL-Monitors (www.igel-monitor.de), sagt. Eierstockkrebs, auch Ovarialkarzinom genannt, ist die fünfthäufigste Krebstodesursache bei Frauen. Zur Früherkennung wird von den gesetzlichen Krankenkassen ein jährliches Abtasten ab dem 20. Lebensjahr bezahlt.

Der Ultraschall der Brust hingegen ist besonders für Frauen mit hoher Gewebedichte eine sinnvolle Ergänzung zur Mammografie.

Aktuelle Infos zum Inhalt und Nutzen der IGeL-Leistungen finden Patienten online unter www.igel-monitor.de und in einer kostenlosen Broschüre mit Checkliste der Bundesärztekammer: www.bundesaerztekammer.de

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